Sächsische Tradition am Reinhardswald
Startseite / NAGRO /Online-Shop
 

Der Sachse!

So reeden mr ähm mei Gudsder

Imitieren Sie niemals einen Sachsen sonst wird er diggsch und das geht so:

Kinn vorschieben bis die Unterlippe baumelt, daneben gucken, also ins Leere und sich taub stellen

(dann ist es mit seiner Haupteigenschaft, der Gemütlichkeit restlos vorbei)

 

Die Dresdner sind am traditionsverbundesten von allen Sachsen, sobald etwas Neues entsteht, kommen Dresdner in Scharen:

"Unser Dräsdn!"

Man sagt über die Sachsen, dass man ihnen 10 x ans Schienbein treten kann ohne das er reagiert –

beim 11. x schlägt er zu

Sächsisches Alphabet ist kürzer, denn die harten Konsonanten fehlen. Doppelbedeutung:

Diere = Türe + Tiere

Diecher = Tücher

 

Sächsischer Kalauer:

Was machen Siedn beruflich? Iche? Breedchn! Ach se sinn Bägger! Ne, Baster.

 

 

Sachsen haben die Fähigkeit aus einem Liter Wasser ein Mahl für 4 Personen zu richten. Liebt Hausmannskost, einfach und wohlschmeckend und gern vom eigenen Herd. Es lebe die Briehe in die man Ärdäppeln, Klösse oder Bemme einditschen kann. Im Deegessel siedet der Dee, im Othello deedet er sie.

Sachsen fühlte sich immer als Kernland der DDR, wenn Sachsen den Schnupfen hat, kriegt die ganze Republik die Grippe.

******************

Losung:

Der Sozialismus siecht!

Wird wahr.

Weltbürger mit spießbürgerlichen Zügen.

Man nehme: Eine Portion Fleiß, gebe genügend geistige Regsamkeit dazu, mische mit emsiger Geschäftigkeit Traditionsbewusstsein und Gastlichkeit darunter und richte alles gemütlich-genüßlich an – so hausgemacht ist der echte Nachkomme des vor rund 2000 Jahren an der Westküste Schleswig-Holsteins siedelnden, wehrhaften germanischen Stammes.

Sachsen und Geschäftigkeit

Alles tut der Sachse machen.

Frieh macht er los off Arweet, dort macht er ran und macht nicht lange Middach, dass er ahms bingdlich heeme machen kann. Dadernach macht er een droff oder geht zeitch ins Bedde.

„Ohne Kaffee können wir nicht kämpfen“, sollen sich kursächsische Soldaten im 18. Jahrhundert beschwert haben.

Der Kampf-Streik habe die Generäle überzeugt, sie gaben ihren Soldaten einfach Espresso-maschinen mit ins Gepäck. Friedrich der Große nannte die koffeinabhängigen Kämpfer daraufhin verächtlich - Kaffeesachsen

 

Lene Voigt

(* 3. Mai 1891 in Leipzig als Helene Wagner; † 16. Juli 1962 ebenda) war eine Schriftstellerin und sächsische Mundartdichterin

 

....bar Ferschen für Auswerdje...

 

Unverwüstlich (1935)

 

Was Sachsen sin von echtem Schlaach,

die sin nich dod zu griechn.

Drifft die ooch Gummer Daach fier Daach,

ihr froher Mut wärd siechen.

»Das gonnte noch viel schlimmer gomm'«

so feixen richtche Sachsen.

Was andre forchtbar schwär genomm´,

dem fiehlnse sich gewachsen.

Un schwimm´ de letzten Felle fort,

dann schwimmse mit und landen dort,

wo die emal ans Ufer dreim.

So is das un so wärds ooch bleim.

Nu grade(1928)

Wie oft geht uns was schief im Lähm. Doch därf mer das so schwär nich nähm

un jammern laut: »Wie schade!« Ärscht rächt schbornt das de Gräfte an,

un frisch befeiert ruft mer dann: »Nu grade!«

Wenn alles glabbte in dr Welt, so wie mer sich's hat vorgeschtellt,

's wär mit dr Zeit rächt fade. Aus Hindernissen schbät un frieh wächst frehlich-fräche Enerchie. »Nu grade!«

Gemeene Mänschen reich an Zahl

dräächt unsre Erde nu eemal in jederlei Formade.

Doch jedes Been, das mir geschtellt, das bracht mich weiter uff dr Welt. »Nu grade!«

Rendezvous im Kaffeehaus.

Erstes Antasten der gegenseitigen Ineressen. "Lieben Sie Chopin?" "Un wie! Dähr is so ullgich in sein´großen Latschen!"

Der Cafe bleibt mein Element und Lomber mein Vergnügen. Wer dieses beides böse nennt, muss wie ein Schelme lügen.

Picander, um 1720

Nu gucke an: Was bammelt da am Fädchen? Schaumbräzeln sin´s, dr Draum dr gleensten Mädchen.
 

zurück

 

 
Impressum | Kontakt |
©2008 by nagro.de 16.10.2008